Kritik und Unwissen: Beherbergungsverbot sorgt für Unsicherheit

Am 16.10.2020 veröffentlicht

Die Corona-Lage verschärft sich deutschlandweit von Tag zu Tag - auch in Hessen. Von gestern auf heute ist der höchste Anstieg seit Beginn der Pandemie im März zu verzeichnen. Die aktuelle Entwicklung hat auch das Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten angeheizt, wie unsere Reporter Alexandra Pitronik, Frank Caspers und Jens Prewo berichten.

Auch Hessens Hotelbesitzer sind an das geltende Beherbergungsverbot gebunden. Hessische Hotels schicken Gäste aus dem eigenen Bundesland weg, weil sie aus einem Risikogebiet kommen. Dabei ist das gar nicht nötig. Denn innerhalb Hessens gilt: Auch wenn man aus einem hessischen Risikogebiet kommt, kann man in einem hessischen Hotel übernachten. Der Flickenteppich in den Bundesländern sorgt nicht nur bei den Hotelbesitzern für Unsicherheit, auch Unternhemen wissen nicht, ob sie ihre Mitarbeiter noch auf Dienstreise schicken dürfen.

Eine einheitliche Regelung zu den Beherbergungsverboten wird aus Berlin frühestens nach den Herbstferien kommen. Solange regelt es jedes Bundesland selbst und anders. Am Montag entscheidet das Corona-Kabinett der Landesregierung, ob das Beherbergungsverbot ins Hessen abgeschafft wird.

 

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