Bußgeld bis 5000 Euro: Corona-Verstöße werden teuer

Am 02.04.2020 veröffentlicht

Jetzt wird es teuer: Wer sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht an die strengen Kontaktregeln hält, muss hessenweit mit empfindlichen Strafen rechnen.

Je nach Schwere des Verstoßes drohen Zahlungen von 200 bis 5000 Euro, sagten Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU). Besonders schwere Verstöße können sogar als Straftaten zur Anzeige gebracht werden.

Ein Bußgeld etwa kann fällig werden, wenn jemand gegen die Kontaktregeln in der Öffentlichkeit verstößt, illegal ein Restaurant betreibt oder das Besuchsverbot in Seniorenheimen missachtet. Leider gebe es immer noch einige Unbelehrbare, erklärten die Minister. "Wer sich weiterhin so unsolidarisch verhält und sich zum Kicken im Park verabredet oder heimlich Corona-Partys feiert, gefährdet das Leben seiner Mitmenschen", heißt es in einer Mitteilung. Die Bußgelder fußen auf dem Infektionsschutzgesetz.

200 Euro Bußgeld

  • bei Zusammenkünften und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen. Ausnahmen werden bei Familien oder häuslichen Gemeinschaft gemacht. Das Bußgeld wäre pro Teilnehmer zu zahlen.
  • Teilnahme an einer Zusammenkunft oder Wahrnehmung von touristischen und kulturellen Angeboten jeglicher Art und sonstige Sportangebote
  • Nichtbeachtung der Vorgaben zu Hygienemaßnahmen (zum Beispiel in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen) oder das unerlaubte Betreten solcher Einrichtungen durch Besucher

500 Euro Bußgeld

  • bei einem Verstoß gegen die Quarantäneanordnung bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten

200 bis 1000 Euro Bußgeld

  • beim Organisieren von Zusammenkünften, touristischen und kulturellen Angeboten jeglicher Art und sonstigen Sportangeboten
  • Nichteinhalten der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf das Abstandsgebot oder Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen. Dies betrifft zum Beispiel die Geschäftsführung eines Unternehmens.

500 bis 5000 Euro Bußgeld

  • bei einem Verstoß gegen das Gebot der Schließung und Einstellung von Einrichtungen, Betrieben, Begegnungsstätten oder entsprechende Angeboten
  • bei einem Verstoß gegen das Bewirtungsverbot
  • bei unerlaubtem Anbieten von Übernachtungen

Die Liste ist auch auf der Webseite der Landesregierung nachzulsen.

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