Nicht loslassen können: Wenn Trauer zur Krankheit wird

Am 28.01.2020 veröffentlicht

Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist für Familie und Freunde ein wahnsinniger Schmerz. Johann aus Butzbach weiß das ganz genau. Der Rettungssanitäter hat seine Schwester bei einem Autounfall verloren. Johanns emotionale Geschichte erzählenen Ihnen Carina Cordes und Samantha Steinhauer in diesem Video.

Unerwarteter Tod besonders schwer zu verarbeiten

Wenn der Verlust einen wie Johann so unerwartet trifft, fällt die Verarbeitung besonders schwer, sagt uns die psychologische Psychotherapeutin Octavia Harrison. Da man von der verstorbenen Person kein Abschied nehmen konnte, heilt die Wunde langsamer. Wichtig ist, dass die Trauernden nicht alleine sind, rät die Expertin.

Trauer als Krankheit anerkennen

Doch nicht jeder schafft es, den Verlust zu verarbeiten und die Trauer zu überstehen. Octavia Harrison aus Frankfurt setzt sich deshalb dafür ein, dass die anhaltende Trauerstörung offiziell als Diagnose anerkannt wird. Eines der Hauptsymptome ist laut Harrison, dass man täglich Sehnsucht nach der verstorbenen Person verspürt - mindestens sechs Monate lang.

 

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