Schüler im Psycho-Stress: Wenn Leistungsdruck und Mobbing krank machen

Am 05.02.2020 veröffentlicht

Schon im Schulalter gibt es hohen Leistungsdruck, digitale Reizüberflutung, Mobbing oder Versagensängste: Dieser Druck kann Schüler krank machen. Die Krankenkasse DAK hat Daten von rund 90.000 hessischen Schülern bis zum Alter vom 17 Jahren auswerten lassen. Deutschlandweit wurden ca. 800.000 Schüler befragt.

Jeder vierte Schüler bundesweit habe dem DAK-Kinder- und Jugendreport zufolge psychische Auffälligkeiten, in Hessen sei es fast ein Viertel. Besonders hoch sei der Leidensdruck bei älteren Jugendlichen. Statistisch habe von 26 Schülerinnen und Schülern der elften Klasse einer eine ärztlich diagnostizierte Depression. 

Mangelhafte Nachsorge bei Depressionen

Fast acht Prozent der depressiven Schüler zwischen zehn und 17 hatten innerhalb einen Krankenhausaufenthalt, der durchschnittlich 39 Tage dauerte. Nach der Entlassung fehlt oft eine passende ambulante Nachsorge – mit negativen Folgen für die Betroffenen wie zum Beispiel eine erneute stationäre Behandlung. 

Chronische Erkrankungen fördern Depression

Kinder mit chronischen körperlichen Erkrankungen tragen insbesondere im Jugendalter bis zu 4,5-fach erhöhtes Depressionsrisiko. Auch bei Adipositas und Schmerzen gibt es deutliche Zusammenhänge.

Eltern haben Einfluss auf psychische Gesundheit ihrer Kinder

Laut der DAk-Untersuchung sind Kinder seelisch kranker Eltern deutlich gefährdeter (3-fach), selbst eine depressive Störung zu entwickeln. Ebenfall sind Kinder suchtkranker Eltern signifikant (2,4-mal) häufiger betroffen.

Hier finden Sie den kompletten Kinder- und Jugendreport 2019: "Depressionen und Ängste bei Schulkindern"

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