Horror-Szenarien verarbeiten: Wie Notfallseelsorger ihren Alltag überstehen

Am 19.02.2020 veröffentlicht

Nach einem schweren Schicksalsschlag sind Notfallseelsorger für die Hinterbliebenen da. Kein einfacher Beruf, wie uns Conny von Schumann erzählt. Er leitet die Notfallseelsorge Frankfurt am Main.

Der studierte Sozialpädagoge engagierte sich nach einem privaten Schicksalsschlag zuerst ehrenamtlich bei der Einrichtung innerhalb des evangelischen Regionalverbandes. Seit knapp einem halben Jahr leitet er sie hauptberuflich. Mit 48 Mitarbeitern werden rund 750 Menschen jährlich betreut.

Gerade bei Fällen, wie bei dem gestrigen Familienstreit in Bad Soden, ist die Hilfe erfahrener Notfallseelsorger unerlässlich. Ein Familienvater soll seine Frau erstochen haben. Der mutmaßliche Täter soll mindestens zweimal auf ihren Oberkörper eingestochen haben. Die Ermittler fanden am Tatort ein Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge. Aktuell sitzt er in Untersuchungshaft. Die beiden 13- und 15-jährigen Kinder sollen währenddessen ebenfalls zugegen gewesen sein - umso wichtiger wird in solchen Momenten die professionelle, psychologische Betreuung.

Mit welchen Gedanken die Seelsorger bei schweren Fällen nach Hause gehen und wie den Angehörigen geholfen wird, erfahren Sie im Videobeitrag unserer Reporterinnen Franziska Kaempfert und Nahal Maneshkarimi.

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