Joschi-Bär klärt auf: Kinderbuch informiert über Missbrauch

Am 05.12.2019 veröffentlicht

Es ist schwierig, mit Kindern über sexuellen Missbrauch zu sprechen. Deshalb hat Autorin Brigitte Endres das Bilderbuch "Was ist los, Joschi-Bär" geschrieben. Ihre Zielgruppe: Kindergartenkinder. Wie man dieses Thema den Kleinkindern erklärt – Marie von Berlepsch war bei der Besprechung des Buches dabei.

In dem Buch mit Illustrationen von Anna Karina Birkenstock wird das Thema Missbrauch anhand der beiden Bärenfreunde Toni und Joschi erzählt. Die spielen heimlich bei ihrem Nachbarn Computer und müssen dafür dessen ekligen Pelz kraulen. Dieses Geheimnis behält Bärenkind Joschi jedoch zunächst für sich und leidet.

Dass Kinder das Thema Missbrauch schon im Kindergarten behandeln, halten Psychologen für wichtig. Studien zeigen, dass in Deutschland jedes siebte Kind missbraucht wird. Autorin Brigitte Endres hat früher selbst als Grundschullehrerin gearbeitet. Weil sie nur wenig Lehrmaterial zum Thema Missbrauch fand, hat sie selbst ein Buch darüber geschrieben.

Keine Gute-Nacht-Geschichte

Das Bilderbuch "Was ist los, Joschi-Bär" ist keine Gute-Nacht-Geschichte. Es geht um Aufklärung und dass Kinder lernen, klar zu sagen, wenn sie etwas nicht wollen. Die Kita hat das Thema über Wochen besprochen. Währenddessen waren immer zwei Erzieher anwesend, um die Reaktionen der Kinder wahrzunehmen. Eine Handreichung erklärt, wie Eltern und Erzieher das Buch besprechen sollten.

 

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