Endlich Mobil: Verkehrsminister Tarek Al-Wazir stellt Bürgerbus vor

Am 08.08.2018 veröffentlicht

In ländlichen Regionen fehlt es oft an Öffentlichen Verkehrsmitteln. Tarek Al-Wazir (B'90/Grüne) war in Rabenau-Londorf bei Gießen und hatte den neuen Bürgerbus im Schlepptau. Damit sollen ältere Bewohner mobiler werden.

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat den neuen Bürgerbus persönlich in Rabenau-Londorf abgegeben. Auf dem Weg hat er bereits die ersten älteren Dorfbewohner mitgenommen. Genau für diese ist der Kleinbus mit acht Sitzen nämlich gedacht.  

Erster Bürgerbus in Hessen

Der Bus ist Teil des Förderprogramms "Land hat Zukunft". Mit dem Bürgerbus soll das Dorfleben attraktiver werden und eine bessere Mobilität der Bewohner gesichtert werden – denn auf dem Land gibt es oft kaum öffentliche Verkehrsmittel. Meistens fährt nur ein Bus und das auch nur ein- bis zweimal pro Tag. Das soll sich nun ändern.

Jede Kommune oder Initiative kann beim Land Hessen einen Förderantrag stellen. Das Land stellt dann den Bus und berät vor Ort. "Wir helfen sozusagen den Ehrenamtlichen dabei zu helfen", erklärt Tarek Al-Wazir. Hessen stellt dafür dieses und nächstes Jahr 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Das reicht für insgesamt 60 dieser Busse.

Eine Erleichterung für ältere Menschen

Ältere Personen in ländlicheren Gegenden sind häufig auf den Bus angewiesen. Oft besitzen sie nämlich keinen Führerschein, müssen aber trotzdem zum Arzt, in die Apotheke oder zum Supermarkt. Dank Spenden und vielen Ehrenamtlichen ist das Projekt in Rabenau-Londorf gelungen. Es haben sich schon 16 freiwillige Fahrer gemeldet. Erstmal soll der Bus zwei mal die Woche fahren und kann per Telefon bestellt werden. Bereits jetzt ist schon klar: Der Bus ist eine große Erleichterung für sie, endlich wieder mehr mobil zu sein – auch ohne Auto.

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