Von Psychologen entwickelt: App soll gegen Depression helfen

Am 01.10.2019 veröffentlicht

Immer mehr Menschen erkranken an Depressionen, doch die Warteliste für einen Therapieplatz ist lang. Psychologin Katrin Bermbach will mit ihrer App "Selfapy" helfen, diese Zeit zu überbrücken.

Stress, Ängste, Probleme im Job oder im Privatleben: Wer in einer Krise steckt, braucht schnellstmöglich Hilfe und Unterstützung. Doch Psychotherapeuten sind oft überlastet und haben erst nach langer Wartezeit freie Plätze für eine Beratung. Um diese Zeit zu überbrücken, hat Katrin Bermbach gemeinsam mit anderen Psychologen das Programm"Selfapy" entwickelt. Mittels Videos, Texten und Aufgabenstellungen sollen Strategien entwickelt werden, um mit persönlichen Schwierigkeiten besser umgehen zu können.

Einen Therapieplatz soll und kann das Onlineprogramm allerdings nicht ersetzen. Psychologe Joachim Lask sieht das Konzept zwiegespalten: "Für eine Therapie kann das eine gute Vorbereitung sein. Ein Nachteil wäre: Wenn jemand depressiv ist, und nicht die Power hat, solche Aufgaben durchzuführen. Dann hat er ein Defizit-Erlebnis."

Seit 2016 gibt es "Selfapy", bereits 30.000 Menschen haben das Programm bereits genutzt. Monatlich kostet das Programm 100 Euro, doch einige Krankenkassen übernehmen die Kosten.

So können Sie sich die Selfapy-App herunterladen:

Kostenlos für iOS-Geräte im App Store

Kostenlos für Android-Geräte bei Google Play

 

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