Mythos oder nachhaltig?: Was der Umwelt wirklich hilft

Am 19.09.2019 veröffentlicht

Wer die Umwelt schützen will, lebt nachhaltig. Doch oftmals fällt es uns Menschen schwer sich zu entscheiden? Was ist denn wirklich nachhaltig und was kann man in seinen Alltag integrieren? Unser Reporter Pascal Wede hat den Check gemacht und in Wetzlar beim NAJU nachgefragt.

  • Mythos 1: Elektrisch betriebene Autos sind nachhaltiger als Diesel oder Benziner

Ja und Nein. Zwar sind Elektro-Autos auf lange Sicht gesehen umweltfreundlicher, doch die Produktion der Batterien ist sehr ressourcenintensiv. Seltene Stoffe wie Lithium oder Kobalt werden verbaut.

Fazit: Elektroautos haben zwar den Vorteil, dass sie auf der Straße keine Abgase ausstoßen. Zu Klimaschützern werden sie aber erst, wenn sie, statt mit Kohlestrom, mit Ökostrom geladen werden.

  • Mythos 2: Glasflaschen sind besser als Plastikflaschen

Falsch. Wenn man von Mehrwegflaschen ausgeht, sind Plastikflaschen umweltfreundlicher als Glasflaschen. Beim Transport der schwereren Glasflaschen entsteht ein höherer Co2-Verbrauch, was der Umwelt gar nicht schmeckt.

Fazit: Im besten Falle kauft man regionale Plastikflaschen, die in Zukunft wiederverwendet werden können. Von Einwegflaschen sollte man versuchen abzusehen.

  • Mythos 3: Bambusbecher sind super für die Umwelt

Ja und Nein. Zwar ist Bambus ein gut nachwachsender Rohstoff, der unter anderem auch für Schneidebretter benutzt werden kann - von den Bechern sollte man allerdings Abstand nehmen. Die enthaltenen Klebstoffe können bei Zufuhr von Hitze, seien es Spülmaschine oder heiße Getränke, krebserregende Stoffe absondern.

Fazit: Bambusbecher vermeiden und lieber auf einen Edelstahlbecher zurückgreifen und den so lange es geht verwenden.

  • Mythos 4: Papiertüten sind besser als Plastiktüten

Stimmt. Papiertüten lassen sich in der Tat besser recyclen, sollten aber mehrfach verwendet werden, da ihre Produktion sehr ressourcenintensiv ist.

Fazit: Um der Umwelt wirklich einen Gefallen zu tun, am besten selbst einen Stoffbeutel zum Einkauf mitbringen und alle anderen Tüten im Laden lassen.

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