Regeln für die Feiertage: Lockdown wird bis 20. Dezember verlängert

Am 25.11.2020 veröffentlicht

Die Menschen in Hessen werden auch im Dezember mit deutlichen Corona-Einschränkungen leben müssen. Für einige Regeln kündigt Ministerpräsident Bouffier Verschärfungen an.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll der Teil-Lockdown in Hessen über Ende November hinaus verlängert werden. Das sagte Ministerpräsident Volker Bouffier am Mittwoch in Wiesbaden nach stundenlangen Beratungen mit den anderen Länderchefs und der Bundeskanzlerin. Er kündigte zudem schärfere Kontaktbeschränkungen an.

"Wir haben die Dynamik des Anstieges gebrochen - das ist eine gute Nachricht", sagte der CDU-Politiker. "Aber wir sind in den Zahlen noch lange nicht da, wo wir hin müssen." Deshalb müssten die aktuellen Maßnahmen verlängert werden - "das gilt für all das, was Sie kennen".

Strenge Kontaktregeln

Anfang November hatten Gastronomiebetriebe, aber auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen in allen Bundesländern schließen müssen. Noch einmal strenger sollen die Kontaktbeschränkungen werden: Private Zusammenkünfte sind vom 1. Dezember an weiter auf den eigenen und einen weiteren Hausstand beschränkt - und auf maximal fünf Menschen. Bislang waren es höchstens zehn Personen aus maximal zwei Haushalten. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit.

Das Corona-Kabinett werde noch darüber beraten, ob dies auch in privaten Wohnungen gilt oder nicht. Bouffier erinnerte an die bisherige "hessische Linie", bei Treffen in Privaträumen aus Respekt vor dem Grundrecht "eine dringende Empfehlung" auszusprechen, fasst die dpa zusammen.

Einschränkungen im Einzelhandel

In großen Einkaufszentren ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche soll sich ab Dezember nur noch ein Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten dürfen. Für den normalen Einzelhandel soll es bei der bisherigen Regelung bleiben, dass ein Kunde pro zehn Quadratmeter im Laden sein darf.

Vom 23. Dezember bis 1. Januar sollen die Kontaktbeschränkungen hingegen wieder gelockert werden - sofern das Pandemiegeschehen nicht "völlig außer Rand und Band" gerate, sagte Bouffier. Geplant sei, dass über Weihnachten und den Jahreswechsel als Sonderregel wieder Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Menschen bis zu zehn Personen erlaubt werden. Auch dabei sollen Kinder bis 14 Jahre nicht mitzählen.

Darüber hinaus soll an Silvester auf belebten öffentlichen Plätzen ein Böllerverbot gelten. Es gehe darum, Ansammlungen größerer Gruppen zu verhindern. Grundsätzlich soll empfohlen werden, auf Feuerwerk zu verzichten.

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